Dresden Mobilität Unternehmen 2003

Betriebliches Mobilitätsmanagement
Stadt Dresden / Planungsgruppe Nord Kassel 2003

Für die Hochstraße relevante, sinngemäße Auszüge aus dem Konzept:

Standortsicherung von Unternehmen durch bessere Erreichbarkeit für Beschäftigte und Besucher. Reduzierung verkehrsbedingter Kosten und Flächenbedarf. Kooperation mit anderen Unternehmen am Standort. Beratung durch ein im Mobilitätsmanagement erfahrenes Planungsbüro. Unterstützung durch Stadtverwaltung. Effizientere Nutzung vorhandener Verkehrsinfrastruktur. Wechselwirkung zwischen betrieblicher Mobilität und städtebaulicher Entwicklung. Integrierte Betrachtung vermeidet Zielkonflikte.

Einleitende Maßnahmen:

Beratung der Unternehmensleitung durch Experten
Aufbau projektbezogener Unternehmensstrukturen
Betriebliche Mobilitätsbilanz für Berufsverkehr, Besucherverkehr, Lieferverkehr
Entscheidung über strategische Ziele
Entwurfserörterung mit externer Moderation

Beispielhafte Durchführungsmaßnahmen:

  • Förderung Fahrradnutzung im Berufsverkehr, betriebliche Fahrradtiefgarage nahe am Arbeitsplatz, kostenlose Fahrradreparatur während Mittagspause, Bereitstellung eigener Leihfahrräder (Textilproduzent Wolford / Bregenz)

  • Innerbetriebliche Nutzung von 25.000 Privatfahrrädern und 15.000 Werksfahrrädern (bei 40.000 Mitarbeitern), Verzicht auf neues innerbetriebliches Pkw-Parkhaus zugunsten innerbetrieblichem Radwegenetz. Organisation von Autofahrgemeinschaften mit jeweils mindestens drei Mitfahrern auf dem Weg zum/vom Arbeitsplatz (BASF / Ludwigshafen)

  • Parkplatzprivilegien für Fahrgemeinschaften (Siemens / Bruchsal)

  • Betriebsausweis als ÖPNV-Fahrschein im Berufsverkehr gültig (Bausparkasse / Schwäbisch Hall)

  • Einsparung von fünf Mitarbeiter-Parkhäusern auf Betriebsgelände durch umfassendes Mobilitätsmanagement (Bodelschwingsche Anstalten Bethel / Bielefeld)

  • Umsetzung ähnlicher Maßnahmen in Dresden ab 2003, Mitwirkung von ÖPNV-Unternehmen, DB, Car-Sharing-Anbietern, Taxi-Zentralen, ADAC, ADFC, VCD, Stadtmarketing, Stadtverwaltung, IHK, örtlichen und regionalen Unternehmen, Mobilitätsberatern, Hotelketten, Einzelhandel, Berufsgenossenschaften etc. Steuerung durch zentrale Mobilitätsservice-Station. Unterstützung durch Landesregierung und Bundesverkehrsministerium.