Güterverkehrskonzept Halle 1999

Güterverkehrskonzept für Halle 1999 (Kurzfassung)
Dornier SystemConsult

Für die Hochstraße relevante, sinngemäße Auszüge aus dem Konzept:

Für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt bilden günstige verkehrlich-infrastrukturelle Gegebenheiten einen wesentlichen Vorteil . Investoren legen auf die verkehrliche Erreichbarkeit und die logistische Anbindung an nationale und internationale Netze des Güterverkehrs großen Wert.

Der Wirtschaftsverkehr sollte frühzeitig in die Gesamtplanung der Stadt einbezogen werden.

Aufgaben Stadtverwaltung:

Für Eigenbetriebe Pilotprojekte für Dispositions- und Tourenplanung initiieren
Als Dienstleister für die Bürger Stadtverkehrsmanagement einführen und Lieferservice initiieren
Als Partner der Unternehmen Ansprechpartner für den Wirtschaftsverkehr benennen.

Notwendiges Maßnahmenbündel (Punktbewertung bei 30 möglichen Punkten, Auszug aus Gesamtliste mit 15 Maßnahmen):

Stadtverkehrsmanagement (27,4 Punkte)
City-Logistik zur Belieferung der Innenstadt (26,0 Punkte)
Ansprechpartner für Wirtschaftsverkehr bei der Stadtverwaltung (18,6 Punkte)
Ausbau der Tangentialstraßen (14,4 Punkte)

Die Stadt sollte den Bau der Haupterschließungsstraße Gewerbegebiet Halle-Ost" als Teil des sektoralen Konzeptes vorantreiben. Die Vorbereitungen und Planungen für die Verlängerung der Trasse Richtung Westen sollten fortgesetzt werden. Vor allem eine zweite leistungsfähige Saalebrücke unterstützt das Tangentenkonzept und verbessert die Verbindung zwischen Alt- und Neustadt.

Zum großen Teil stützt sich das Tangentenkonzept auf die Bundesautobahnen A 14, A 143, und A 38. Beim Bundesverkehrsministerium sollte immer wieder auf die Wichtigkeit dieser Bauvorhaben für Halle und seinen Wirtschaftsraum verwiesen werden.

Effekte in der City-Logistik zur Belieferung der Innenstadt lassen sich durch die Nutzung des Güterbahnhofes als Logistikknoten erreichen (Einrichtung City-Terminal mit neutralem Betreiber).

Vorgeschlagen werden "Arealbezogene Plattformen" für den Wirtschaftsverkehr mit dem Ziel, eine kurzfristige, pragmatische und sachgerechte Umsetzung von Maßnahmen zur stadtverträglichen Gestaltung des Wirtschaftsverkehrs als eine gemeinsame Aktivität von Stadt und Wirtschaft zu erreichen.

Um das Stadtverkehrsmanagement zu optimieren, sollten die vorhandenen Leit- und Informationssysteme der verschiedenen Verkehrsträger zusammengefasst werden. Ziel: Das technische Instrumentarium dieser Systeme zur dynamischen, verkehrsabhängigen Beeinflussung des Gesamtverkehrs nutzen. Autobahnverkehr über den Anschluss einer BAB-Verkehrsrechnerzentrale überwachen und einbinden. Güterverkehrsspezifische Informationssysteme zur Verkehrslage (Routenempfehlung) einrichten, Infos für Lkw-Fahrer über Mobilfunk anbieten, flottenspezifische Infosysteme für Flottenbetreiber auf EDV-Basis anbieten.

Weitere Aufgabe: Entzerrung verdichteter Lieferzeitfenster für ausgewählte Stadtareale durch Belieferungsorganisation bis 20 Uhr, gestaffelte Zeitfenster für einzelne Sektoren der Stadt organisieren.

Vorschlag: Durch Ratsbeschluss abgestimmtes Konzept für Straßenverkehrsmanagement einführen.

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