Konferenz "Verkehrspolitisches Leitbild" Halle 2002

Am 24.6.2002 in der Planerwerkstadt "Denkfabrik"

Für die Hochstraße relevante, sinngemäße Auszüge aus den Konferenzbeiträgen:

Umweltverbund und MIV sind "Säulen" des Verkehrspolitischen Leitbildes ... Für den motorisierten Individualverkehr (MIV) bedeutet dies, dass das Straßennetz so ausgebaut wird, dass Durchgangsverkehr um Kernstadt und Ortskerne herum geleitet wird.

Die Stadt Halle hat für den Zeitraum bis 2010 eine Prognose für die Einwohnerentwicklung erstellen lassen. Danach werden im Jahr 2010 noch 208.000 Menschen in Halle wohnen.

Dieser Tatsache Rechnung tragend, ist in den letzten Monaten eine Überarbeitung des Netzmodells für den Prognosezeitraum, der jetzt bis zum Jahr 2015 reicht, erfolgt. Das neue Netzmodell bedarf zwar noch einiger Arbeiten, es lassen sich aber bereits jetzt Vergleiche zum vorhergehenden Netzmodell ziehen.

Zum Beispiel Saaleübergang im Zuge B 80

- alte Prognose für 2010: 104.000 Kfz/24 h
- gezählt 1997:97.000 Kfz/24 h
- neue Prognose für 2015: 77.000 Kfz/ 24 h

Insgesamt muss also festgestellt werden, dass sich die prognostizierten Verkehrsmengen entsprechend des Einwohnerrückganges deutlich reduzieren.

Für das weitere Verfahren ist es nun nötig, dass politisch diskutiert werden muss, wie darauf zu reagieren ist.

In den letzten Monaten hat das Thema "Stadtumbau" große Bedeutung in der Stadtplanung erhalten. Es stellt sich die Frage, muss "Stadtumbau" nicht auch zwangsläufig "Verkehrsumbau" bedeuten? Wenn in den nächsten Jahren ganze Stadtteile verändert werden, dann müssen sicher nicht nur die Leitungsnetze der Versorgungsunternehmen den neuen Bedürfnissen angepasst werden, sondern gleiches gilt auch für die Verkehrsinfrastruktur.

Ziele:

Senkung des Durchgangsverkehrs von heute 12 % auf 5 % im Jahr 2010 nach Fertigstellung des Fernstraßenringes um Halle herum (A 14, A 38, A 143)

Nutzung von Einsparpotenzialen beim privaten MIV durch Verlagerung auf den Umweltverbund

Reduzierung von Leerfahrten im Wirtschaftsverkehr

Unterstützung von Initiativen, die auf eine Verringerung des Bestandes an privaten Pkw  hinwirken. Unterstützung Car-Sharing, Vermittlung von Fahrgemeinschaften, Aufbau autoreduzierter Wohnprojekte, Mobilitätsberatung.

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