Verkehrsentwicklungsplan in der Diskussion 1995

Verkehrsforum 15.11.95

Für die Hochstraße relevante, sinngemäße Auszüge aus den Forumsbeiträgen:

Grundsatzthesen:

- Knappe Mittel erfordern klare Ziele und Ausbauprioritäten für den Verkehr
- Viele kleine Maßnahmen beseitigen große Mobilitätshemmnisse
- Mit dem Auto muss künftig in der Stadt vernünftiger umgegangen werden
- Ein beachtlicher Teil des Autoverkehrs ist nicht notwendig
- Richtige Siedlungspolitik dient der Verkehrsvermeidung
- Halle ist Nahverkehrsstadt

Das Konzept einer sozial-, umwelt- und stadtverträglichen Verkehrsgestaltung, die den Ausbau des Umweltverbundes an die erste Stelle setzt, sieht der ADAC als sinnvoll und notwendig an. Dennoch ist es erforderlich, das geplante System von Tangenten für den MIV zu realisieren, um den zu erwartenden Durchgangsverkehr aus den Stadtstraßen Halles herauszuhalten.

Beim motorisierten Verkehr müssen Grenzen aufgezeigt werden (Anpassung des Verkehrs an den Stadtraum und nicht umgekehrt).

Die regionale Kooperation der Stadtregion Halle - Leipzig wäre gerade hinsichtlich flächenintensiver Großvorhaben zwischen den beiden Städten und durch eine gemeinsame Regional- und Landesplanung zu verstärken.

Öffentlichkeitsarbeit im Verkehrsbereich muss breiter werden.

Verkehrsentwicklungsplanung ist verantwortliches Handeln als Zukunftsvorsorge.

Die Verkehrsursachenforschung stellt bisher höchstens vereinzelt die bedeutsame Frage nach den Motivationen für Verkehrsverhalten.

Quantitative Dimensionen des Verkehrs werden überbetont.

Die Stadt Halle kann die Maßnahmen auf eigenem Gebiet so steuern, dass die Bürger Halles ein anderes Verkehrsverhalten üben.

Stadtentwicklung, Umweltentwicklung und Verkehrsentwicklung sind miteinander vernetzt bzw. bilden einen Kreisprozess, dessen bestimmender Faktor derzeit ausschließlich ein starkes Anwachsen der Transportleistungen ist.

Verweis auf "Lokale Agenda 21" des Deutschen Städtetages. Umsetzung in München, Berlin-Köpenick, Heidelberg, Freiburg. Die Stadt Halle könnte in der Diskussion von Stadtentwicklungsplanung und Verkehrsentwicklungsplanung mit den Bürgern ebenfalls diesen Weg gehen.

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