BILD Halle 19.2.07

Er will die Hochstraße abreißen und gründete eine Bürgerinitiative

Autor: Uwe Freitag

Die Hochstraße verbindet seit 7. Oktober 1971 Neustadt mit dem Riebeckplatz.
Hans-Georg Ungefug ist Sprecher der Bürgerinitiative Hochstraße

Sie sind auch dabei: Direktor Franckesche Stiftungen Thomas Müller-Bahlke, Regierungspräsident a.D. Dr. Jens Holger Göttner, Architekt Uwe Graul, Bildhauer Prof. Bernd Göbel, ehemaliger Planungschef Ingo Kautz, Geschäftsführer Stadtmarketing Lothar Meyer-Mertel.

Weg mit der Hochstraße! Eine Bürgerinitiative (BI) will, dass der "Störfaktor" in Halle verschwindet. Auch wenn Vereinssprecher Hans-Georg Ungefug (68) das Wort Abriss nicht in den Mund nimmt und vorsichtig von "Umgestaltung" redet.

Für ihn steht jedenfalls fest: "Die Hochstraße behindert die Entwicklung der Innenstadt. Außerdem werden Anlieger wie das Elisabeth-Krankenhaus und die Franckeschen Stiftungen massiv geschädigt."

Hinzu kommt: Die am 7. Oktober 1971 fertiggestellte Verbindung zwischen Neustadt und Riebeckplatz könnte die Aufnahme der Franckeschen Stiftungen in die Welterbeliste gefährden.

Zu den Gründungs- und Beiratsmitgliedern der neuen Bürgerinitiative gehören mehr als ein Dutzend prominenter Hallenser: Bernd Göbel (Bildhauer), Thomas Müller-Bahlke (Direktor der Frankeschen Stiftungen), Ingo Kautz (ehemaliger Planungschef), Uwe Graul (Architekt), Jens Holger Göttner (Ex-Regierungspräsident), Lothar Meyer-Mertel (Chef Stadtmarketing), Wolfgang Stockert (Kanzler der Kunsthochschule)...

Bis zum Sommer soll aus der Initiative ein Verein werden. Der soll professionell alternative Verkehrskonzepte entwickeln.

Hat Halle dafür überhaupt Geld? "Die Hochstraße muss in absehbarer Zeit saniert werden. Die Mittel sollte man dann für bessere Lösungen verwenden", sagt BI-Sprecher Ungefug.

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