BILD Halle 02.08.2011

"Ich will keine One-Man-Show abziehen"
Uwe Stäglin ist seit gestern Halles neuer Bau- und Planungschef

Autor: Jan Wätzold

Er hat noch einen Koffer in Berlin! Viel mehr allerdings muss Uwe Stäglin (40, SPD) nicht aus der Hauptstadt holen. Seit Freitag ist er mit Erstwohnsitz Hallenser, seit gestern auch neuer Baudezernent der Saalestadt.

Hinter verschlossenener Tür nahm OB Dagmar Szabados (63, SPD) dem Nachfolger von Dr. Thomas Pohlack den Amtseid ab. Gleich danach durfte Stäglin allerdings schon mal erzählen, was er als erste Herausforderung meistern will: "Zunächst werde ich mit ganzer Kraft die Einrichtung der Umweltzone angehen."

Kraft wird der ehemalige Bezirks-Baustadtrat von Steglitz-Zehlendorf trotz einschlägiger Hauptstadt-Erfahrung brauchen. Stäglin weiß: "Ein Monat ist schnell rum, zur Einführung der Zone am 1. September sollte jeder berechtigte Kraftfahrer eine Ausnahmegenehmigung haben."

Seine Hausaufgaben hat der Neue, von 1998 bis 2002, schon einmal als Leiter des Stadtteilbüros Silberhöhe in Halle gemacht. Über das Problem der Hochstraße ist der eingefleischte Radfahrer ohne eigenes Auto ebenso im Bilde wie über den Baufortschritt der Osttangente: "Meine Position hierzu möchte ich mir aber zunächst gemeinsam mit den Mitarbeitern des Dezernats erarbeiten." Für Stäglin ist klar:" Mein neuer Job ist keine One-Man-Show."

Auch privat will der Junggeselle mit Wohnung in der Pfännerhöhe möglichst schnell in Halle ankommen. Das Giebichenstein-Kiezfest am Wochenende steht bereits in Stäglins Kalender, ebenso plant der Eishockey-Fan einen Besuch bei den Saalebulls.

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