ddp 27.1.09

Land will für umstrittene A 143 Planfeststellungsantrag einreichen

Das Land Sachsen-Anhalt will für die umstrittene Westumfahrung von Halle A 143 im zweiten Quartal den Planfeststellungsantrag abgeben.

Halle (ddp-lsa). Das Land Sachsen-Anhalt will für die umstrittene Westumfahrung von Halle A 143 im zweiten Quartal den Planfeststellungsantrag abgeben. Dann könnte 2010 Baurecht vorliegen, sagte Verkehrsminister Karl-Hein Daehre (CDU) am Dienstag nach der auswärtigen Kabinettssitzung in Halle. Offen bleibe jedoch, ob dann Naturschutzverbände erneut gegen das Projekt klagten. Für Halle sei es eine «mittlere Katastrophe», dass nach der Fertigstellung der Südharzautobahn A 38 (Göttingen-Leipzig) der Verkehr zur A 14 (Dresden-Magdeburg) durch die Innenstadt muss.

Der Bau der A 143 im Westen von Halle von der A 38 zur A 14 nördlich von Halle war im Januar 2007 vom Bundesverwaltungsgericht gestoppt worden. Der Naturschutzbund hatte gegen den Trassenverlauf geklagt, weil er durch den Bau und den Verkehr Einschnitte für die Tier- und Pflanzenwelt vor allem in Salzmünde und Brachwitz befürchtet. Gestritten wurde um ein zwölf Kilometer langes Stück der A 143.

Halles Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados (SPD) sagte, von den 660 Kilometer Straßen in der Stadt seien lediglich 20 Prozent saniert worden. Pro Jahr bräuchte Halle etwa 50 Millionen Euro, um das Straßennetz schrittweise sanieren zu können. Szabados legte dem Verkehrsministerium eine Liste mit sieben vordringlichen Verkehrsprojekten vor, für die die Stadt etwa 64 Millionen veranschlagt hat. Darin ist unter anderem der Weiterbau der Osttangente und die Sanierung der Klausbrücke in Halles Innenstadt enthalten.

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