Halleforum 08.05.2011

 

Kunst und Kultur
Leipziger entdecken Halles Schätze

Geboren ist die Idee auf dem Tischen der Kulturämter von Halle und Leipzig. Auch von Beamten können richtig gute Ideen kommen, merkte Halles Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados an. Sie eröffnete im Löwengebäude der Martin-Luther-Universität bei einem festlichen Empfang zusammen mit Leipzigs Burkhard Jung die dritte gemeinsame Museumsnacht “Halzig & Leiple”. Die stand in diesem Jahr unter dem Motto “Du bist mein Schatz”.

Man könne mittlerweile schon von Tradition sprechen, so Jung. “Ich war selbst überrascht vom Erfolg.” Das Leipziger Stadtoberhaupt erhofft sich eine Stärkung der Museen in der Bevölkerung durch die gemeinsame Museumsnacht. Viele Einrichtungen locken mit Events und speziellen Angeboten. So bekomme man eine andere Wahrnehmung der Museen. Das werde diesen dauerhaft nützen, zeigte sich Jung überzeugt.

Rund 80 Museen in beiden Städten öffneten zur Museumsnacht ihre Pforten. Highlights für Burkhard Jung sind das Kriminalmuseum mit einer Ausstellung zur “Liebe im Mittelalter und das Kindermuseum Unikat mit “Taler, Taler – eine spielerische Geschichte des Geldes”. “Geld haben wir nicht”, konterte Szabados. Sie warb für die Franckeschen Stiftungen mit ihrer Mühlenberg-Ausstellung mit Ausstellungsstücken auch über die Ureinwohner Amerikas, die Indianer. Eine vom Moderator eingeworfene Frage zur Zukunft der Hochstraße entlang der Franckeschen Stiftungen blieb ohne Antwort von Dagmar Szabados. Ihr Leipziger Amtskollege sprang ihr aber bei. Spätere Generationen bräuchten auch Aufgaben. Ein weitere Höhepunkt für Halles Oberbürgermeisterin ist das Beatles-Museum. Das Richtige für ihre Generation, befand sie. “Da wird man in den Bann gezogen.” Selbst Amiga-Platten der Beatles würden hier ausgestellt. “Es gab sie also, auch wenn wir nie welche zu kaufen bekommen haben”, sagte sie.

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