Halleforum 12.5.09

AHA will zukunftsfähiges Verkehrskonzept für Halle (Saale)
Interesse an Hochstraßen-Abriss, aber gegen Brücken-Neubau

Vorige Woche hat die BI Hochstraße noch einmal ihre Forderungen nach einem mittelfristigen Abriss der Hochstraße formuliert. In 20 bis 30 Jahren könnte man auf die Brückenverbindung zwischen Alt- und Neustadt verzichten, jedoch müssen zuvor Alternativen geprüft werden. Auf Interesse stoßen die Pläne beim Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA). Zugleich gebe es jedoch auch große Sorgen, so AHA-Sprecher Andreas Liste.

Demnach sollte eine Abriss-Diskussion eng mit einer zukunftsfähigen, umweltfreundlichen Verkehrspolitik verbunden werden. Dazu zählen nach Listes Auffassung unter anderem die Beförderung des Öffentlichen Personennahverkehrs, des Schienenverkehrs und des Fahrradverkehrs. „Eine derartige Herangehensweise dürfte einer Stadt wie Halle (Saale) nicht schwer fallen, da sie ja Mitglied des Klimabündnisses ist“, so Liste.

Was jedoch die Bürgerinitiative Hochstraße als Alternativen für die Hochstraße formuliere ist nach Meinung des AHA überhaupt nicht akzeptabel. Dazu zählen ein sogenannter dritter Saaleübergang und der Weiterbau der Bundesautobahn 143. Diese würden keinesfalls das Verkehrsproblem lösen, sondern nur verlagern und potenzieren. Weitere Zerstörungen an Umwelt, Natur und Landschaft würden zudem billigend in Kauf genommen.

„Sollte sich die Bürgerinitiative Hochstraße von solchen nicht zukunftsfähigen Vorstellungen zu einer Verkehrsentwicklung in Halle und Umland lösen und ernsthaft an ökologischen Verkehrsalternativen arbeiten, könnte der AHA sich durchaus eine sachlich-kritische Zusammenarbeit vorstellen“, so Liste abschließend.

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