Halleforum 18.02.2011

 

Elisabeth-Brücke für Verkehr öffnen
Bürgerinitiative macht Alternativvorschlag

Die Brücke über die Elisabeth-Saale an der Mansfelder Straße sollte für den Autoverkehr dauerhaft freigegeben werden und so als dritter Saaleübergang dienen. Das hat die Bürgerinitiative (BI) Hochstraße im Vorfeld der in zwei Wochen stattfindenden Sitzung zur neuen Verkehrsentwicklungsplanung vorgeschlagen.

Die Brücke sei in einem guten baulichen Zustand und statisch auch für den Kraftfahrzeugverkehr konstruiert. Bislang dürfen nur Straßenbahnen, Radfahrer und Fußgänger sowie der Anliegerverkehr zum Sandanger die Verbindung nutzen. Der in Halle seit langem geforderte weitere Saaleübergang lasse sich auf diese Art problemlos, kostengünstig und vor allem auch zeitnah realisieren, so argumentiert die BI. Auch Bürgermeister und Planungsdezernent Thomas Pohlack hatte einst im Gespräch mit HalleForum.de erklärt, als Alternative für einen Teilabriss der Hochstraße auch neue Wegebeziehungen ins Gespräch gebracht.

In einem Arbeitspapier begründet Dipl.-Ing. Ingo Kautz, der die Initiative im Arbeitskreis zur Erarbeitung der neuen Verkehrsentwicklungsplanung vertritt, seine Idee damit, dass gewerbliche und private Anlieger der Mansfelder Straße und der Saline-Halbinsel einen Anspruch auf einfache Erreichbarkeit auch aus Richtung B 80 / Neustadt hätten. Zudem könnten die Wissenschafts- und Kultureinrichtungen am Friedemann-Bach-Platz und am alten Uni-Campus auf kurzem Weg über Universitätsring/Moritzburgring/Robert-Franz-Ring/Mansfelder Straße mit dem neuen Uni-Campus und dem TGZ in Heide-Süd sowie mit der B 80 und Neustadt verknüpft werden. Eine kürzlich in beiden Richtungen erfolgte provisorische Nutzung der Trasse Mansfelder Straße während der baubedingten Sperrung des Klausbrücke habe, so Kautz, eindrucksvoll belegt, dass Halle damit ja schon seit Jahren über einen äußerst kostengünstig zu aktivierenden 3. Saale-Übergang für den Autoverkehr verfüge, der bislang aber aus kaum nachvollziehbaren Gründen nicht voll bzw. nur provisorisch genutzt wurde. "Verfügt Halle damit vielleicht über die teuerste Fußgängerbrücke Deutschlands?", fragt der Planungsfachmann Kautz mit nachdenklicher Ironie.

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