Halleforum 19.9.08

Leben in Halle (Saale) ohne Hochstraße?
BI Hochstraße schreibt Wettbewerb aus, in dem Jugendliche Ideen für die Zukunft entwickeln sollen

(ens) Wird die 1971 eröffnete Hochstraße zwischen Riebeckplatz und Halle-Neustadt in 30 Jahren noch stehen? Und wie könnte sie dann aussehen? Genau damit soll sich jetzt ein Schüler-Wettbewerb beschäftigen, den die BI Hochstraße mit Unterstützung von Landtags-Vizepräsident Rüdiger Fikentscher ausgeschrieben hat. „Vielleicht hilft uns die Fantasie der jungen Leute, den von uns als übel empfundenen Zustand eines Tages zu beseitigen“, begründet Fikentscher sein Engagement.

Für den Wettbewerb erhoffen sich die Initiatoren Unterstützung durch die Schulen. Insgesamt 23 weiterführende Schulen habe man angeschrieben, sagte Initiativen-Sprecher Hans-Georg Ungefug am Freitag. Diese sollten die Wettbewerbsunterlagen an die Schüler verteilen, die Zukunft der Hochstraße möglicherweise im Geographie-Unterricht behandeln. Ansprechen wolle man mit dem Wettbewerb Jugendliche im Alter bis zu 21 Jahren. Unter dem Motto „Leben in Halle ohne Hochstraße?“ sollen sie sich unter anderem damit beschäftigen, wie sie sich ihre Stadt in 15 Jahren vorstellen, was Halle bieten muss damit sie nicht wegziehen oder welche kreativen Ideen zur Stadtentwicklung ihnen einfallen. Auch der Frage, ob die Hochstraße aus Sicht der Jugend noch eine Bedeutung hat, ist Aufgabenstellung in dem Wettbewerb.

Eingereicht werden können die Wettbewerbs-Vorschläge bis zum 30. November. Dabei sind Modelle und Zeichnungen ebenso willkommen wie Fotokollagen und Videos. Alle Beiträge werden anschließend von einer Jury bewertet, die unter anderem aus Bürgermeister Thomas Pohlack, Halloren Schokoladenfabrik-Chef Klaus Lellé und Architekt Uwe Graul besteht. Für den ersten Platz winkt ein Preisgeld von 500 Euro. Der Zweitplatzierte bekommt 300 und der Drittplatzierte 100 Euro.

Dass an einen schnellen Abriss der Hochstraße nicht zu denken ist, das wissen  auch die Initiatoren. „Das Projekt richtet sich an die nächste Generation“, so  BI-Vorsitzender Jens Holger Göttner. Er hoffe auf „verrückte Ideen“. Man müsse einmal „raus aus dem ganz normalen Fahrwasser“. Frühestens in 20 bis 30 Jahren werde man wohl reell mit einem Abriss rechnen können.

Mehr zum Wettbewerb und zur Zukunft der Hochstraße lesen Sie am 20.9.08 auf HalleForum.de

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