Halleform 23.5.10

Kunst und Kultur
Party in "Glauchas hässlichster Straße"

Sie gilt als “die hässlichste Straße Glaucha” - ohne Bäume, dafür mit verfallenden Häusern: die Albert-Schmidt-Straße. Nun soll Leben in diese Straße einziehen. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA 2010 organisieren der St. Georgen e.V., Postkult und die Standtortgemeinschaft Glaucha das Projekt “Stadt-Spiel-Visionen”. Eine Woche lang, vom 30. Mai bis 6. Juni, wird die Albert-Schmidt-Straße gesperrt.

Jochem Lunebach, Leiter des Stadtplanungsamtes, umschreibt den Sinn der Aktion so: “Glaucha ist ein Stadtteil im Wandel. Es hat sich in den letzten zwei Jahren viel getan. Doch trotzdem haben viele Hallenser vom Stadtteil einen schlechten Eindruck, obwohl sie schon lange nicht oder noch nie hier waren.” Nun wolle die Stadt dem Quartier “neues Leben” und ein “neues Image” geben, so Lunebach.

Aber was passiert nun in der Woche der Sperrung. Laut Alexander Hempel, Vorsitzender der Standortgemeinschaft Glaucha, werden 25 Künstler eine Woche lang ihre Projekte von “kunstimbetrieb” präsentieren. Dazu gehören die Gestaltung einer Fassade, unter dem Motto “neue Dimensionen” eine Badewanne auf dem Dach, die Fotoserie „Gehen.Bleiben“ von Matthias Ritzmann, die Ausstellung „Glaucha. Das Leben spielt hier“, die Aufführung des Films „Steggeschichten“, das Spiel „Vier gewinnt“ an einer Hauswand, eine Begrünungsaktion „Glaucha-Balkonien“, ein Glaucha-Bay-Straßencafé, ein Fußball-Cup und vieles mehr. Auch Diskussionen und Gespräche mit den Glauchaern sind vorgesehen.

Einen In- und Outdoorspielplatz bauen das Kindermuseum und der BUK e.V. auf, um damit auch auf das Fehlen von Spielmöglichkeiten im Viertel hinzuweisen. Der einzige noch vorhandene Spielplatz befindet sich auf dem abgeschlossenen Gelände der Glaucha-Schule. Nun wird also die Albert-Schmidt-Straße zumindest für eine Woche zum Spielplatz. So wird es eine Rutsche aus dem Fenster heraus geben, in einer Hofeinfahrt steht eine Schaukel. Zudem wird es Trickfilme von Kindern für Kinder geben.

Verzichten müssen die Organisatoren aber auf den eigentlich geplanten Auftakt mit Eastbound Clikk. “Aufgrund von unüberbrückbaren Differenzen mit dem Veranstalter des Konzerts, sehen wir uns gezwungen dieses musikalische Kulturhighlight abzusagen“, so die Band in einer Mitteilung.

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