Halleforum 9.9.08 Weinberg-Verkehrsanbindung

weinberg campus in Halle will bessere Verkehrsanbindung
OB Szabados, Uni-Rektor Diepenbrock und TGZ-Chef Lukas unterschrieben offenen Brief

(ens/sts) Am Montag trafen sich Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im Biozentrum am Weinbergcampus zu einem Workshop über die Verkehrswege in Halle (Saale). Besprochen wurde dabei unter anderem der Ausbau  von Schiene und Straße. So wurden die Hochstraße, die Autobahn A143, der  Gimritzer Damm, die Heideallee, die Dölauer Straße und die Seebener Straße thematisiert.

Denn auch die vielen kleinen Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind brennend daran interessiert, wie es weiter geht mit dem Verkehr in Halle. Denn teilweise bleiben die Mitarbeiter länger im Büro, schieben Überstunden, weil sie wegen der Verkehrslage ohnehin nicht früher nach Hause könnten und lange Zeit im Stau oder stockenden Verkehr stehen.

Gegen einen Abriss der Hochstraße, am Wochenende durch die entsprechende Bürgerinitiative erneut forciert, sprach sich Halles Baudezernent Thomas Pohlack aus. Die Hochstraße sei noch „weitere 10, 15, 20 Jahre nicht ersetzbar“, so Pohlack. „Wir können nicht ernsthaft in den nächsten Jahren über einen Ersatz nachdenken." Wichtig sei die Hochstraße unter anderem für die Anbindung des Weinberg Campus. Ein möglicher ins Feld geführt Tunnel sei für die Stadt mit geschätzten Kosten von 150 Mio Euro ohnehin nicht finanzierbar. "So eine Bürgerinitative entwickelt eine Unmenge an Dynamik", kommentierte Pohlack die Äußerungen des Vereins.

Auch Professor Wolfgang Lukas, Geschäftsführer des TGZ, drängte auf eine schnelle Lösung der Verkehrsprobleme. Schließlich wolle sich eine weitere Firma auf 5.500 qm ansiedeln. Und auch das Fraunhofer CSP will im nächsten Jahr mit einen Neubau beginnen. Der Verkehrsplaner Günter Brode forderte gleich ein  ganzes Bündel verkehrstechnischer Maßnahmen im Bereich Gimritzer Damm,  Weinbergweg und Heideallee. Damit soll die Zeit bis zur Fertigstellung der  Westumfahrung Halles mit der A 143 überbrückt und gleichzeitig die  infrastrukturelle Anbindung des dynamisch wachsenden Campus generell verbessert werden.

Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados soll auf einen schnellen Ausbau der A142 drängen, das hatte der Stadtrat mehrheitlich gefordert. Auch Uni-Rektor Wulf Diepenbrock sprach sich während des Workshops für einen Weiterbau aus. Wenn man sich bei verkehrstechnischen Lösungen, wie einer Autobahnanbindung und anderen Verkehrswegen nicht beeile dann hole die Uni irgendwann das demografische Problem ein, so Diepenbrock. "Wenn wir die Mensa, die Sporthalle und die Verkehrswege nicht in den Griff kriegen, dann kann der Ausbau der Uni nicht gehalten werden." Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados machte deutlich, dass der Stadt eine gute Anbindung der Uni wichtig ist. „Stagniert die Uni stocken auch wir.“

Am Ende unterzeichneten Szabados, Diepenbrock und Professor einen an die Landesregierung gerichteten offenen Brief, den sie anschließend Verehrsminister Karl Heinz Daehre übergaben. Darin fordern sie die rasche Fertigstellung der westlichen Umfahrung Halles.

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