Leipziger Volkszeitung 8.12.08

Industrie- und Handelskammer drängt auf schnellen Bau der Westumfahrung von Halle

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle- Dessau drängt auf den raschen Bau der Westumfahrung Halle, den Naturschützer vor knapp zwei Jahren vorerst gestoppt hatten. Das fehlende Teilstück der Autobahn 143 sei eine Lücke im mitteldeutschen Autobahnnetz, die zügig geschlossen werden müsse, erklärte die Kammer am Montag. Erhebliche Verkehrsprobleme in der Innenstadt Halles könnten so endlich beseitigt werden. Die geplante Trasse soll den Autobahnring um Halle und Leipzig schließen und eine Verbindung zwischen der A 14 (Dresden-Magdeburg) und der Südharz-Autobahn A 38 herstellen. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte den Planfeststellungsbeschluss aus Umweltgründen für rechtswidrig erklärt. Die Fertigstellung des letzten in Sachsen-Anhalt noch offenen Abschnitts der A 38 (Göttingen-Halle) sei ein wichtiger Schritt zur Komplettierung des Autobahnnetzes, fügte die IHK hinzu. Der Abschnitt der Südharz-Autobahn zwischen Bad Lauchstädt und Rothenschirmbach soll an diesem Mittwoch in Betrieb genommen werden.

„Vor allem für die Industrie im Raum Halle-Merseburg verbessern sich die Standortbedingungen, und auch für Touristen und Einwohner verkürzen sich Fahrzeiten“, sagte IHK-Präsident Albrecht Hatton laut einer Mitteilung. Die A 38 soll die Wirtschaftsräume Kassel-Göttingen und Halle-Leipzig verbinden. Sie soll 2009 komplett für den Verkehr freigegeben werden.

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