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Bürgerinitiative Hochstraße: Positionspapier zum künftigen "Verkehrsentwicklungsplan" Konstruktive Detailvorschläge und Forderungen an die Stadt


Stadtgeschehen

14.09.2010 - 14:55 Am 10. November 2010 soll die Fachdiskussion zum künftigen "Masterplan Verkehr" für Halle beginnen. Das haben die Stadtplaner den zuständigen Gremien des Stadtrates vorgeschlagen. Als erstes Gremium wird darüber heute, am 14. September, der Planungsausschuss informiert. Das fertige Planungsergebnis muss gemäß Ratsbeschluss vom Februar 2010 spätestens Ende 2013 durch die Stadtverwaltung vorgelegt werden.

An den Diskussionen wird sich auf Einladung der Stadt auch die Bürgerinitiative Hochstraße beteiligen. Sie hat dazu als erste mitwirkende nichtstädtische Institution ein umfangreiches Positionspapier erarbeitet, das bis in planerische Details hinein konstruktive Vorschläge und Forderungen enthält. Schwerpunkte sind dabei neue Möglichkeiten für weitere Saale-Übergänge, die bautechnische Situation vorhandener Brückenbauwerke, die Schaffung eines zusätzlichen Innenstadtringes, umfangreiche Maßnahmen zur Verkehrsvermeidung in der Innenstadt und generell die Schaffung eines zukunftssicheren, integrierten Verkehrsnetzes. Ständiger Vertreter der Bürgerinitiative Hochstraße (BI) im Arbeitskreis "Verkehrsentwicklungsplan" (VEP) wird Dipl.-Ing. Ingo Kautz sein, ehemaliger städtischer Planungsdezernent in Halle, Mitglied im städtischen Planungsausschuss und Vorstandsmitglied der BI. Als wichtigen ersten Schritt in dem Planungsprozess bezeichnet Kautz eine dringend notwendige Änderung der Planungsreihenfolge für den Arbeitskreis: Die BI werde darauf dringen, dass der 3. Planungsschritt "Straßennetz/Saaleübergänge/Hochstraße/Tangenten" nicht, wie von der Stadtplanung konzipiert, als letzter Schritt erst Ende 2012 erarbeitet wird.

"Dieser Planungsschritt ist unter Berücksichtigung des Stadtumbaues von grundlegender gesamtstädtischer Bedeutung für alle weiteren Planungsschritte und muss deshalb Priorität vor allen anderen Planungsüberlegungen haben", verlangt Kautz.

 

Zur aktuellen Kritik des Stadtvorsitzenden der Linkspartei, Swen Knöchel, der Stadtrat sei in das Thema Hochstraße nicht genügend einbezogen worden, meint BI-Vorstandsmitglied Hans-Georg Ungefug lapidar: "Herr Knöchel hat augenscheinlich übersehen, dass der Rat bereits im Februar 2010 und sogar auf Antrag seiner eigenen Fraktion die Verwaltung zur Vorlage des Verkehrsentwicklungsplanes verpflichtet hat." Natürlich unter Berücksichtigung des Themas Hochstraße. Dem Stadtrat Knöchel sei daher zu empfehlen, die Aktivitäten seiner eigenen Partei etwas genauer zu verfolgen.

Das Positionspapier hat die BI auf ihrer Website www.hochstrasse-halle.de veröffentlicht und es kann von dort als PDF-Datei heruntergeladen werden.

 

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