MZ 1.10.09

A 143
Unterlagen liegen ab 14. Oktober öffentlich aus.
Planverfahren für Westring ist eingeleitet

Für den rund 12,6 Kilometer langen Abschnitt der Westumfahrung Halles, dem noch fehlenden Teilstück der A 143 ab Bennstedt, ist das vom Landesverwaltungsamt das Planfeststellungsverfahren eingeleitet worden. Der noch zu bauende Abschnitt würde die Lücke zwischen der Autobahn 14 und der Anschlussstelle Halle-Neustadt an der B 80 westlich von Halle schließen. "Das ist ein ganz positives Signal. Damit sind wir dem Bau dieser besonders für Halle wichtigen Verkehrsachse einen Schritt näher gerückt", sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) gestern.

Nach Auskunft des Ressortchefs sind die betroffenen Verwaltungsgemeinschaften im Vorfeld über das weitere Verfahren informiert worden. Ab heute würden Bürger und öffentliche Träger benachrichtigt, so Daehre. "Den Belangen des Umwelt- und Naturschutzes wird mit den überarbeiteten Unterlagen in einer bislang nie da gewesenen Weise Rechnung getragen", äußerte der Minister.

Es sei wichtig, das Planfeststellungsverfahren zügig abzuschließen, um schnellstmöglich mit dem Bau der A 143 beginnen zu können. Bei der erwarteten Verfahrensdauer werde voraussichtlich 2011 das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen. Daehre: "Sollte nicht wieder gegen das Projekt geklagt werden, kann dann mit dem Bau begonnen werden."

Der Abschnitt der A 143 zwischen der B 80 bei Bennstedt und der A 14 im Nordwesten Halles soll den Autobahnring um den Großraum Halle/Leipzig komplettieren. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte den Bau der A 143 im Januar 2007 vorläufig gestoppt (die MZ berichtete). Umweltverbände hatten zuvor gegen das Projekt Klage eingereicht. Sie sahen durch die Trasse ökologisch wertvolle Areale, darunter Naturschutzgebiete, gefährdet. Auch die ein Jahr nach dem umstrittenen Urteil vom Vorhabenträger Deges vorgelegten neuen Planungen wurden bereits von Naturschützern kritisiert.

Die neuen Unterlagen zur A 143 liegen vom 14. Oktober bis 13. November dieses Jahres öffentlich aus. Die Frist für Einsprüche von Betroffenen beginnt dann am 27. November und endet am 10. Dezember.

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