MZ 13.5.10

Wettstreit
Sieg hängt von genau 3410 Hallensern ab

Autor: Michael Deutsch

Halle und Magdeburg messen wieder ihre Kräfte. So sollen die Oberbürgermeister beider Städte intern gewettet haben, wer wohl die motivierteren Bürger hat. Entstanden ist so eine Stadtwette, die Stefan Voß, Chef des halleschen Stadtmarketings (SMG), am Mittwoch als "schillerndes Event für Halle" vorstellte. Allerdings blieb völlig offen, was nun Magdeburg dagegensetzen wird.

Die Symbolik ist ganz enorm

Die Wette soll zum Bürgerfest "Hoch-Zeit" stattfinden, das die Stadt, die SMG, das Büro der Internationalen Bauausstellung Halle (IBA), der Verein Postkult und weitere Partner ausrichten. Dazu wird am 30. Mai von 14 bis 20 Uhr die Hochstraße von der Waisenhaus-Apotheke bis zum Rennbahnring auf rund 3 000 Metern gesperrt. Allerdings nur für Autos. Die Hallenser sollen ihre Hauptverkehrsader zu Fuß, per Rad oder auf Inline-Skates erkunden, so Voss.

Eingebettet ins IBA-Programm sei die Symbolik ganz enorm. Es gibt zwei Seiten. Von der einen rückten die Neustädter, von der anderen die Altstädter an. "Sie begegneten sich quasi an der Nahtstelle der Doppelstadt", so Voß, der auf die Wette kam. "Wetten, dass es uns gelingt, 3 410 Menschen aufzutreiben, die den Schriftzug ,Halle Saale' nachbilden?", formulierte er die Herausforderung. Um 15 Uhr müssten sich genau so viele Besucher auf vorgezeichneten Flächen der Hochstraße aufstellen. Rechnerisch könne dann genau mit dieser Personenanzahl der Schriftsatz nachgebildet werden, den man nur aus der Luft erkennen kann. Die Aufnahmen wolle man später dem Internet-Globus Google Earth zur Verfügung stellen, so Voß.

Rund um die Hochstraße ist ein Programm geplant. Ab 15 Uhr können sich Hochzeitspaare von Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados (SPD) auf der autoverwaisten Straße trauen lassen. Um 16 Uhr startet der 4. Salzlauf und die Podiumsdiskussion "Die Doppelstadt Halle und ihre Menschen" im Autohaus am Rennbahnkreuz. Dort werde diskutiert, ob sich die doppelstädtisch geprägten Hallenser auch charakterlich voneinander unterscheiden, erklärte Jochem Lunebach, Leiter vom Stadtplanungsamt Halle.

Star für Oslo im Steghochhaus

Stark haben sich die Vereine Postkult und die Standortgemeinschaft Glaucha ins Zeug gelegt. Am Freitag, 14. Mai, soll ein Riesen-Banner am Steghochhaus angebracht werden, so Alexander Hempel. Der Radiosender Sputnik sende 14 bis 18 Uhr live und öffentlich aus dem Hochhaus. Dazu werde Lena Meyer-Landrut, Deutschlands Star für Oslo, erwartet, so Hempel. Parallel zur "Hoch-Zeit" laden die Vereine vom 30. Mai bis 5. Juni nach Glaucha ein. Rund 40 Projekte sind organisiert, der "Kunstbetrieb" und das "Stadt-Spiel-Vision" gehören zu den Höhepunkten der Woche. Vom 19 bis 21 Juni kündigte Hempel zudem das Musikfest "Fete de la Musik" in Glaucha an.

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