MZ 19.2.07

Initiative gegen Halles Hochstraße
Gründung am Wochenende

Autor: gg

Eine "Bürgerinitiative Umgestaltung Hochstraße“ hat sich am vorigen Wochenende in den Franckeschen Stiftungen gegründet. Ziel sei es unter anderem, einer „eher zögerlichen Stadtpolitik in Sachen Verkehrsplanung neue Impulse zu vermitteln“, heißt es in einer Erklärung. Zum Vorstand gehören unter anderen Ex-Regierungspräsident Jens Holger Göttner, der frühere Planungsdezernent Ingo Kautz und der Burg-Kanzler Wolfgang Stockert. Der Bürgerinitiative sollen nach eigenen Angaben mehrere Dutzend Mitglieder angehören.

Die HochstraBe sei für viele Hallenser ein Störfaktor. Sie zerschneide die Altstadt und verhindere deren homogene Entwicklung bis hin zum Rannischen Platz, so Kautz. Es solle daher nach Lösungen gesucht werden, um die Hochstraße durch weniger störende Verkehrsströme zu ersetzen. Dabei dürfe es aber zu keiner nennenswerten Behinderung der Verkehrsströme über die Saale kommen. Göttner verwies darauf, dass solche Lösungen in anderen deutschen Städten gefunden worden seien. So sei in Hannover die Hochstraße abgerissen worden - danach rolle der Verkehr sogar besser.

Bereits lange Debatte

Eine Debatte über den Abriss der Hochstraße wird in Halle schon seit Jahren geführt. So hat sich dafür bereits mehrfach der Direktor der Franckeschen Stiftungen, Thomas Müller-Bahike, ausgesprochen. Er befürchtet, dass der Bau die Aufnahme der Stiftungen in die UNESCO-Welterbeliste vereiteln könne. Darauf hätten Mitarbeiter der UNESCO bereits hingewiesen.

Experten aus der Stadtverwaltung hatten in den vergangenen Monaten immer wieder erklärt, dass ein Abriss der Hochstraße angesichts der Verkehrsströme nach Neustadt auf absehbare Zeit nicht möglich sei.

zurück zu Medien-Berichte: