MZ 21.1.10

A 143 ist wichtig für die Entwicklung der Region

Leserbrief von Hans Francke (Halle) zu "Umweltschützer drohen mit Klage", MZ vom 29. Dezember 2009:

Ihr Beitrag über die Drohung der sogenannten Naturschützer hat mich erschüttert. Was haben wir Hallenser nur verbrochen, dass wir im Raum Halle hilflos einer kleinen Gruppe von Menschen ausgeliefert sind, denen eine Hufeisennasenfledermaus mehr wert ist, als die Entwicklung einer ganzen Region? Damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich betrachte Mensch, Tier und Natur als eine Einheit und bin sehr naturverbunden. Aber den "Naturschützern" von Halle traut sich offensichtlich niemand zusagen, dass die meisten Menschen der Region sehnsüchtig auf die Fertigstellung der A 143 warten.

Wenn die Umweltschützer die Kosten für die Bearbeitung der Klagen selbst bezahlen müssten, würden sie sich ihr ständiges Veto sicher reiflicher überlegen. Es gibt genug Beispiele von völligen Fehleinschätzungen der Naturschutz-Verbände. So mussten mehrere Millionen D-Mark beim Bau der ICE-Trasse Hannover-Berlin im Raum Stendal ausgegeben werden, um die Brutgebiete von Großtrappen zu schützen. Noch bevor mit dem Bau begonnen wurde, haben sich diese Vögel ein anderes Brutgebiet gesucht. Jahrelang wurde versucht, den Bau der A 14 zu stoppen. Heute haben bereits viele Menschen vergessen, was die Umweltschützer den Anwohnern der Durchfahrtsstraßen im nördlichen Halle und Umgebung mit Luftverpestung und dem Lärm angetan haben. Heute ist diese Autobahn nicht mehr wegzudenken und bereits jetzt zu schmal.

Das Teilstück der A 143 von Bennstedt nach Halle-Trotha ist eine Notwendigkeit, wenn man die Ansiedlung von Industrie im Raum Halle weiter vorantreiben und die Stadt Halle und umliegende Gemeinden von Feinstaub, Verkehrslärm und Abgasen entlasten will.

Außerdem ist dieses Teilstück in vielen Abschnitten, so die attraktive Saalequerung und die Tunnelbauten im Bereich Salzmünde, ein echter Hingucker und eine großzügige Berücksichtigung der Interessen der Anwohner, auch wenn man es dort nicht jedem recht machen kann.

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