MZ 25.10.08

Straßenbau
Autobahn 38 wächst jetzt zusammen
Lücke zwischen Eisleben und Dreieck Halle-Süd wird im Dezember geschlossen

Mitte Dezember wird einer der letzten Abschnitte der Südharzautobahn (A 38) für den Verkehr freigegeben. Die Strecke zwischen der Anschlussstelle Eisleben und dem Autobahndreieck Halle-Süd soll dann fertig sein, teilte das Verkehrsministerium Sachsen-Anhalt mit. Ein genauer Termin steht noch nicht fest, da noch letzte Arbeiten auf der 22,2 Kilometer langen Strecke erledigt werden müssen. So werden momentan Leitplanken, Beschilderung und Markierung entlang der Strecke angebracht.

Bereits im Jahr 2004 startete der Ausbau des Autobahnabschnitts zwischen Eisleben und Halle mit Brückenbauarbeiten. Durch ein Beschwerdeverfahren von Baufirmen wegen der Ausschreibung kam es jedoch zu Verzögerungen, so dass erst im Frühjahr 2007 mit dem Streckenbau richtig begonnen werden konnte. Mit dem bevorstehenden Lückenschluss ist die A 38 im Bereich von Sachsen-Anhalt bald komplett befahrbar.

Das letzte fehlende Stück der Südharzautobahn befindet sich dann in Thüringen - zwischen Breitenworbis und Bleicherode. Laut Thüringer Bauministerium haben die Arbeiten auf der rund zwölf Kilometer langen Strecke im vergangenen Monat begonnen und sollen voraussichtlich im Dezember 2009 beendet sein. Mit der Verkehrsfreigabe dieses Abschnitts wird die A 38 dann auf der Gesamtlänge von 219 Kilometern zwischen Leipzig (A 14) und Göttingen (A 7) befahrbar sein.

Im Großraum Halle gibt es dann noch einen Verkehrsengpass, der eigentlich schon 2010 behoben sein sollte: das letzte Teilstück der Westumfahrung Halle (A 143). Doch aufgrund eines Urteils des Bundesverwaltungsgerichts im Januar 2007 verzögern sich die Bauarbeiten an der Strecke zwischen der Bundesstraße 80 und dem Autobahndreieck Halle-Nord um mindestens drei Jahre. Die Richter hatten nach Klagen von Umweltschützern den Bau gestoppt und angeordnet, die Planung auf ihre Verträglichkeit mit dem europäischen Naturschutzrecht zu prüfen.

Derzeit werden die Unterlagen für das neue Planfeststellungsverfahren erarbeitet. Ende 2010 kann nach Angaben des Verkehrsministeriums in Magdeburg frühestens mit dem Streckenbau begonnen werden. Mit der Fertigstellung der A 143 sei dann erst im Jahr 2013 zu rechnen.

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