MZ 31.5.10 - 5

Hochstraße in Halle
Unersetzlich?

Keine Frage, das Hochstraßenfest gehört zu den Ereignissen, von dem sich alle, die dabei gewesen sind, noch lange erzählen werden. Wer es erlebt hat, der wird bestätigen: Das war ein toller Tag, mit fröhlichen Gesichtern, wohin man auch schaute. Man sah vieles aus neuen Perspektiven, man erkannte eindringlich, wie sehr die Hochstraße die Stadt zerschneidet.

Zu erleben war - ein paar Stunden lang - eine wunderbare Vision. Dass es im Zuge der Sperrung zu Staus in der Stadt gekommen ist, mag man als Kollateral-Schaden ansehen. Die Sperrung war ja lange vorher bekannt, es hätte sich also niemand ins Auto setzen müssen.

Mit dieser Argumentation macht man es sich freilich etwas zu einfach. Und so ist zu befürchten, dass die Sperrung den vielen, vielen Gegnern eines Abrisses der Hochstraße ordentlich Munition geliefert hat. Seht her, können sie sagen, sie ist eben doch unverzichtbar, die Trasse.

Ein tolles Fest, ein Ereignis, fraglos. Doch was man damit eigentlich zeigen wollte, ist nach dem Fest unklarer als vorher. Dass es ohne Autos schöner ist, kann man auch täglich im Wald erleben.

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