MZ 3.3.10 - 2

Gleisbau am Franckeplatz
Für die Sanierungsarbeiten rund um die Klausbrücke müssen Straßenbahnen eine neue Umleistungsvariante nutzen

Autor: Jan Möbius

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten rund um die Klausbrücke in der halleschen Innenstadt werfen ihre ersten Schatten voraus: Am Franckeplatz hat die Hallesche Verkehrs AG (Havag) damit begonnen, eine neue Gleiskreuzung zu bauen. Über sie werden Straßenbahnen von und nach Neustadt, die bisher durch die Mansfelder Straße fuhren, ab April bis voraussichtlich Mai 2011 umgeleitet. Für die Arbeiten an der neuen Abbiegespur muss der Franckeplatz an zwei Wochenenden für Trams voll gesperrt werden.

"Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Gleisbau", sagte Andreas Gierloff, Abteilungsleiter bei der Havag. Dafür werden die vorhandenen Schienen zunächst freigelegt. "Außerdem haben wir parallel zur Trasse Richtung Neustadt eine Bitumenschicht aufgebracht, um die dort verlegten Gehwegplatten zu schützen", so Gierloff. Denn für die eigentlichen Gleisarbeiten kommen ein schwerer Kran und große Baufahrzeuge zum Einsatz.

Dann erfolgt auch die Vollsperrung für den Bahnverkehr: Vom 19. März, 20 Uhr, bis zum Morgen des 22. März und noch einmal am darauf folgenden Wochenende kann die Trasse zwischen Markt und Franckeplatz nicht befahren werden. "Es wird aber einen Ersatzverkehr für die Verbindung geben", kündigte Gierloff an.

Bis zum geplanten Abschluss der Arbeiten rund um die Klausbrücke können die Gleise in diesem Bereich nicht befahren werden. Betroffen davon sind alle Verbindungen von und nach Neustadt, die über den Markt und durch die Mansfelder Straße verlaufen. Bis zu 30 000 Menschen nutzen laut Havag täglich die vom Bauvorhaben betroffenen Neustadt-Verbindungen. Um die Einschnitte so gering wie möglich zu halten, wurde die völlig neue Umleitungsvariante für Straßenbahnen mit der entstehenden Rechts-Abbiegespur am Ausgang der Rannischen Straße konzipiert. Denn bislang können Bahnen dort nur geradeaus in Richtung Süden fahren oder nach links zum Riebeckplatz abbiegen.

Die Projektplaner rechnen zugleich damit, dass sowohl am Glauchaer Platz als auch am Franckeplatz für die Dauer des Projekts durch die Umleitung deutlich mehr Bahnen unterwegs sein werden als momentan. Aus diesem Grund sollen die Ampelschaltungen an den Knotenpunkten angepasst werden, um einen zügigen Verkehrsfluss zu gewährleisten.

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