SN 11.3.07

Leserbriefe zu  Beiträgen "Hochstraße löst Bürgerinitiative aus" - SN vom 18. Februar 2007 sowie  zu "Hochstraße: Abriss nur mit Südtrasse" - SN vom 4 März 2007

Von Jürgen Ackermann:
Alternativen vorschlagen

Als alter Hallenser kann ich mir ein Halle ohne Hochstraße nicht vorstellen! Dass eine Bürgerinitiative den Abriss der Hochstrasse fordert und dabei auf westdeutsche Städte verweist, lässt hier nur Eigennutz vor Gemeinnutz bei einigen Initiatoren erkennen. Es erstaunt nicht, dass gerade das Management der Franckeschen Stiftungen und des Elisabeth- & Barbara-Krankenhauses als „Anlieger“ sich gegen einen Fortbestand der Hochstraße aussprechen! Ich bedauere es, dass Herr Ingo Kautz als Stadtrat a.D. sich dem Ansinnen anschließt. Er war auch in den 90iger Jahren gegen das Einkaufszentrum in Neustadt. Heute ist es nicht mehr wegzudenken und zu einem beliebten Einkaufs- und Treffpunkt für Jung und Alt geworden!! Die Initiatoren „Abriss Hochstrasse“ sollten so schnell wie möglich bezahlbare Alternativen vorschlagen. Es kann doch nicht die Absicht sein, dass der Verkehr ebenerdig zum Franckeplatz verläuft!!

Von Peter Fürstenberg:
Südtrasse Idee aus den 80er Jahren

Ich begrüße die Meinung des Herrn Joksch. Sein Vorschlag ist aber nichts Neues. Bereits in den 80er Jahren (mit dem Bau der Silberhöhe) war eine Südumfahrung projektiert worden. Die Trasse sollte von der B 80 (Süd-umfahrung von Halle-Neustadt) zwischen der Abfahrt Angersdorf und „An der Feuerwache“ in Höhe der Hundeschule abgehen. Die WeiterführUng sollte an Wörmlitz vorbei und zwischen der S-Bahn und Südstadt gehen. In Höhe der Wendestelle der Straßenbahn „Südstadt“ und dem S-Bahnhaltepunkt befindet sich bereits eine Straßenbrücke. Sollte man nicht diesen Entwurf überarbeiten?

Von Rolf Donath:

Als eine der Voraussetzungen für einen späteren Abriss der Hochstraße rund um den Franckeplatz in Halle wurde der dritte Saaleübergang zwischen Ammendorf / Europachaussee und B 80 in Neustadt genannt. Ich sehe dies genauso. Auf eine weitere, nicht minder bedeutungsvolle Voraussetzung möchte ich noch hinweisen, die leider unerwähnt blieb: die schnellstmögliche Fertigstellung der Autobahn A 143 / Nordabschnitt (Westumfahrung Halle), die bedauerlicherweise durch BUND und Gerichtsbeschluss behindert wird, denn mit vollständiger Inbetriebnahme der A 38 Ende 2008 (Bad Lauchstädt-Querfurt) ist ohne A 143-Nordabschnitt mit einer verstärkten Zunahme unter anderem des LKW-Fernlast-Verkehrs durch Halle in West-Ost-Richtung zu rechnen, der ohne Hochstraße technisch noch we-niger beherrschbar wäre.

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