SN 18.2.07

Hochstraße löst Bürgerinitiative aus

Autor: mas

Dass durch Halles Mitte eine Hochstraße geht, stößt nicht bei allen auf Gegenliebe. Die, die sich mit dem Bauwerk schwer tun und nach Alternativen suchen wollen, haben am Freitagabend die "Bürgerinitiative Umgestaltung Hochstraße" gegründet. Die Initiative, der prominente Hallenser wie der Direktor der FranckesChen Stiftungen Thomas Müller-Bahlke, Opernhaus-Intendant Klaus Froboese, der Kaufmännische Direktor des E1isabeth-Krankenhauses Manfred Brümmer und Architekt Uwe Graul angehören, will bis zum Sommer einen gemeinnützigen Verein gründen.

Bei der Frage nach dem Ziel der Bürgerinitiative erklärte deren Sprecher Hans-Georg Ungefug, dass kreative Potenziale alter und neuer Hallenser bei der Verkehrsplanung zusammengeführt und der "zögerlichen Stadtpolitik" neue Impulse gegeben werden sollen. Dabei gehe es nicht um Konfrontation, sondern um Kooperation.

Der neben Hallore Ingo Kautz, Burg-Kanzler Wolfgang Stockert, Notar Ludwig Schlereth und dem Journalist Hans-Georg Ungefug in den Vorstand gewählte ehemalige Regierungspräsident Jens Holger Göttner präzisierte auf der Gründungsveranstaltung das große Ziel. Den Blick nach Hannover gerichtet stellte er fest, dass dort die Hochstraße über den Aegidientorplatz Jahrzehnte lang ein Störfaktor war. "Seit sie abgerissen worden ist, rollt der Verkehr sogar besser als vor dem Rückbau." Auch in Halle gebe es kluge Köpfe für eine intelligente Lösung.

Der Gründung vorausgegangen war eine Umfrage unter zirka 600 am Thema erkennbar interessierten Hallensern. 148 von ihnen antworteten auf die Umfrage: 115 befürworteten die Gründung einer Bürgerinitiative, 51 der Befürworter erklärten sich zum Mitwirken bereit.

Der Abriss von Hochstraßen wird z.B. auch in Bremen (Stadtautobahn) und Düsseldorf (Tausendfüßler) erwogen.

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