SN 9.12.07

Bald Rettung für Rannische Straße

Autor: mas

Für Halle-Besucher, die von den Franckeschen Stiftungen zum Marktplatz gehen wollen, folgt auf die Begeisterung von der hübsch hergerichteten Schulstadt ein echter Schock - die Rannische Straße. Seit Jahren gammelt die Straße vor sich hin, doch das soll sich bald ändern.

Ein Investor hat die Straße quasi komplett gekauft. Nach SN-Informationen ist der Kontakt über den Arbeitskreis Altstadt der FDP in Halle entstanden. Hans Goedecke von der Interessengemeinschaft "Alter Markt" hatte dort Anfang 2006 die Bedeutung der Wiederherstellung des Straßenzuges überzeugend erklären können. Jetzt wartet der Investor auf die Baugenehmigungen. Bevor er sie hat, will er über Details noch nicht weiter reden.

Doch einige Informationen hat SN schon: 2008 sollen die Sanierungsarbeiten beginnen. Zum Ensemble denkmalgeschützter Häuser gehört das Schmuckstück Rannische Straße 17 (Foto). Ein neuer Mieter hat das Gebäude über Jahrzehnte vor dem Zerfall bewahrt. Positives tun soll sich auch an den Häusern Rannische Straße 4 und 5. Auf dem Areal der ehemaligen Häuser 7 und 8 werden im Frühjahr 2008 Archäologen graben, um eventuell Bedeutsames zu bergen, ehe das Gelände wieder neu bebaut wird.

Noch bevor es los geht, will der seit vielen Jahren um Halles Baudenkmale bemühte Arbeitskreis Innenstadt (AKI) eine 80 Seiten starke Sonderbroschüre zur Rannischen Straße herausgeben. Die beschriebene Straße gibt genügend Stoff her, wie ein Auszug aus dem Denkmalverzeichnis der Stadt Halle erahnen lässt: "Seit dem 12. Jahrhundert vom Alten Markt, dem ältesten Siedlungskern Halles, nach Süden führende Ausfallstraße der mittelalterlichen Stadt, (...), im Denkmalbereich Altstadt gelegen, der historische Straßenzug ist erhalten, trotz Neubauten der Jahrhundertwende und der Nachkriegszeit immer noch geprägt durch bedeutende Reste repräsentativer Bebauung der Renaissance, des Barock und des frühen 19. Jahrhunderts".

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