Wochenspiegel 30.7.08

Parken ist hier illegal
Sicherung der Gehwege an der Abfahrtsrampe zum Franckeplatz

Gefahr für Autos von oben. Brückenbauwerk muss instand gesetzt werden

Halle (ks). Ein Plätzchen zum Parken findet sich hier immer noch. Aber es wird eng. Seit einigen Wochen hindern große Klötze aus Waschbeton Autofahrer in Halle daran, nach schönem alten Gewohnheitsrecht auf die Gehwege an der Abfahrtsrampe zum Franckeplatz unter der Hochstraße Richtung Neustadt zu fahren und dort das Auto abzustellen. Es war aber immer auch zu verlockend: Keine Parkuhr, die gefüttert werden musste, keine Politessen, die im Interesse von Ordnung, Sicherheit und Stadtsäckel die Windschutzscheiben mit Knöllchen versahen.

Trotzdem: Das Parken hier ist illegal! "Im Bereich der Abfahrt zum Franckeplatz sind die Flächen unter den Kappen der Brückenbauwerke mit Betongehwegplatten befestigt und mit Hochborden von der Fahrbahn getrennt. Es handelt sich hierbei um eine Dienstgehbahn, die schon von der Anlage nicht als öffentliche Parkfläche ausgelegt wurde", stellte Ria Steppan bei der städtischen Pressestelle auf Anfrage des Wochenspiegel klar. Dass jetzt Betonklötze vom unerlaubten Tun abhalten, hat laut Pressesprecherin allerdings eher etwas mit drohender Gefahr von oben zu tun. Aufgrund des baulichen Zustands der Kappen über dem als Parkplatz missbrauchten Gehweg sei nicht auszuschließen, dass sich Betonteile lösen und auf die geparkten Autos fallen könnten. Erosion durch Dauernässe machten das Abplatzen von Betonteilen möglich.

Nach 37 Jahren Dienst hätten sämtliche Verschleißteile des Brückenbauwerks (Dichtungen, Kappen, Fahrbahn) lange genug durchgehalten. Jetzt also ist es an der zeit, der Brücke eine Rundumkur zu verpassen. Die Vorbereitungen für die Planung liefen schon, konnte Ria Steppan im Namen der Stadt verkünden. Die Kosten für Baumaßnahmen an den Brücken über den Riebeckplatz, die in der Bauweise und im Bauzustand mit denen am Franckeplatz vergleich bar sind, im Auge, gehen die Planer bei ihrer ersten Schätzung von 7 Millionen Euro aus.

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