Presse-Mitteilung 14.3.07

"Bürgerinitiative Hochstraße Halle" als gemeinnütziger Verein geplant

Halle, 14.3.07. Die Mitte Februar gegründete "Bürgerinitiative Hochstraße Halle" (kurz BI Hochstraße) findet in der Saalestadt immer mehr Zuspruch. Mehr als 80 größtenteils prominente oder auch fachkundige Bürgerinnen und Bürger wollen sich mit dem Ziel der BI befassen, die Hochstraße zwischen Altstadt und Neustadt ohne negative Folgen für das innerstädtische Verkehrsgeschehen durch andere Verkehrswege zu ersetzen. 

Zum Personenkreis gehören auch IWH-Präsident Ulrich Blum, Ex-Staatssekretär Wolfgang Eichler, Opernhaus-Intendant Klaus Froboese, Kulturinsel-Intendant Christoph Werner, Burg-Rektor Ulrich Klieber, Hallorenfabrik-Vorstandsvorsitzender Klaus Lellé und Kathi-Chef Rainer Thiele.

Beachtlich ist die Anzahl von Wissenschaftlern: Fast 20 namhafte Professorinnen und Professoren weist die derzeitige Namensliste aus. Für Fachkunde stehen die Architekten Uwe Graul und Dieter Lehmann sowie der Stadtplaner Ingo Kautz, der Verkehrsplaner Günter Brosche, der ehemalige Planungsdezernent Friedrich Busmann, der Ingenieurbüro-Inhaber Joachim Haag und ADAC-Vorstandsmitglied Jürgen Henze.

Prominentester Neuzugang in der BI ist der in den USA lebende Medizin-Nobelpreisträger Günter Blobel, der zu den Hauptförderern des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche gehört und sich inzwischen auch in Halle für die Erhaltung von historischer Bausubstanz stark macht. Als prominentes Mitglied der in Halle ansässigen Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina ist er der Stadt sehr verbunden.

BI-Vorstandssprecher Hans-Georg Ungefug betont, dass ein Ersatz der Hochstraße durch ein neues Verkehrssystem um Halle herum und in Halle selbst keinesfalls zu mehr Staus und verstopften Straßen führen muss: "Intelligente Verkehrsplanung heißt, jedem Verkehrsteilnehmer mehr und nicht weniger Wegemöglichkeiten zu öffnen, aber insgesamt Wege von unnötigem Verkehr zu entlasten – zum Beispiel vom drangsalierenden Schwerlast-Durchgangsverkehr." Als Zeithorizont zur Verwirklichung nennt Ungefug etwa zehn Jahre. "Wir planen einen internationalen Ideen-Wettbewerb", kündigt BI-Vizevorsitzender Ingo Kautz an.

Am 26. März will sich die bislang formlos agierende BI in einen gemeinnützigen Verein umgründen. "Nach Anerkennung durch das Finanzamt werden wir für Fördergelder dann steuermindernde Spendenbescheinigungen ausstellen können", sagt BI-Schatzmeister und Notar Ludwig Schlereth. Um ein erstes Arbeitsprogramm finanzieren zu können, rechnet er mit einem  Fördermittel-Mindestaufkommen von 100.000 Euro.

zurück zu "Presse-Mitteilungen"