Presseerklärung BI 19.9.08 zum Jugend-Ideenwettbewerb

Jugend-Ideenwettbewerb "Leben in Halle ohne Hochstraße?"

BI-Vizevorsitzender und Planungsexperte Ingo Kautz: "Die Jugend soll mitentscheiden, ob die Hochstraße eines Tages entbehrlich ist"

Halle, 19.9.08. Die Bürgerinitiative "BI Hochstraße Halle an der Saale e.V." bemüht sich, von Fachleuten Ideen zum perspektivischen Ersatz der Hochstraße durch andere adäquate und weniger das Stadtbild störende Verkehrswege entwickeln zu lassen. Das hat bekanntlich viele prominente Unterstützer auf den Plan gerufen. Ein Blick in die Namensliste der BI, zu finden im Internet unter www.hochstrasse-halle.de, legt davon Zeugnis ab. Auch Hans-Dietrich Genscher, Ehrenbürger von Halle, gehört dazu.

Eine wichtige Anregung zur "kreativen Stadtgestaltung", dem Arbeitsmotto der BI, steuerte jetzt Landtagsvizepräsident und Stadtrat Dr. Rüdiger Fikentscher bei. Man solle doch einmal die Jugend nach ihrer Meinung zum Leben in Halle mit oder Hochstraße in 10, 20 oder 30 Jahren fragen, schlug er vor einigen Monaten vor. Und er sagte nicht nur ideelle, sondern auch finanzielle Förderung einer entsprechenden Initiative zu. "Vielleicht hilft uns die Fantasie der jungen Leute, den von uns als übel empfundenen Zustand eines Tages zu beseitigen", so die Begründung seines persönlichen und auch politischen Engagements.

Die BI Hochstraße setzt diese Idee nun in die Tat um und kündigt einen Jugend Ideenwettbewerb "Leben in Halle ohne Hochstraße?" an. Bis Ende November 2008 können junge Hallenserinnen und Hallenser bis 21 Jahren kreative Vorschläge dazu einreichen, egal in welcher Form und Darstellung. "Die Jugend soll mitentscheiden, ob die Hochstraße eines Tages entbehrlich ist" beschreibt BI-Vizevorsitzender und Planungsexperte Ingo Kautz den Wettbewerbsansatz. Man werde umgehend allen Schulen mit Jugendlichen im entsprechenden Alter ausreichende Ausschreibungs-Unterlagen übermitteln. Sachsen-Anhalts Landesverwaltungsamt und die Stadtverwaltung Halle unterstützen das Vorhaben. Außerdem könnten in Kürze Interessenten die Materialien aus dem Internet unter www.hochstrasse-halle.de herunterladen, so BI-Pressesprecher und Wettbewerbs-Organisator Hans-Georg Ungefug,

Die drei besten Ideen werden mit Geldprämien von 500, 300 und 100 Euro belohnt. Unter allen Einsendern werden außerdem Sachpreise verlost. Auf der BI-Internet-Website wird es einen Überblick über die Wettbewerbsbeiträge geben.

Die Jury besteht aus zahlreichen Prominenten der Stadt, darunter Klaus Lellé, Chef der Halloren-Schokoladenfabrik, Dr. Thomas Pohlack, Planungs Beigeordneter der Stadt, Uwe Graul, stadtbekannter Architekt und Gestalter örtlicher Verkehrsbauwerke, sowie Dr. Jens Holger Göttner, ehemaliger Staatssekretär und 1. Vorsitzender der Bürgerinitiative.

"Wir hoffen auf große Resonanz, auch im Interesse einer kreativen Stadtgestaltung", so Wettbewerbs-Mitorganisator Ingo Kautz. Denn die Frage, ob die Hochstraße in der Zukunft aus Sicht der Jugend noch eine Rolle spiele, dürfte für Halles Stadt- und Verkehrsplaner schon heute von nicht unerheblicher Bedeutung sein, sagt er. "Stadtplanung ist schließlich Langzeitarbeit - und die kann nicht früh genug begonnen werden." Und natürlich "ohne selbst auferlegte Tabus", so Kautz.

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