Pressemitteilung 21.11.07

Bürgerinitiative Hochstraße: Neue Arbeitsgruppen erheben Forderungen

Einbindung in Verkehrsplanung, Vorlage Kosten-Nutzen-Analyse zur Zukunft der Hochstraße, Mitsprache bei IBA-Projekt Doppelstadt

Halle, 21.11.07. Die "BI Hochstraße Halle an der Saale e.V." hat zwei Arbeitsgruppen eingesetzt, die bei Verkehrs- und Stadtentwicklung als Bürgervertretung künftig aktiv mitreden sollen. Die "AG 1 Verkehrsentwicklung" leitet der Architekt Dieter Lehmann, die "AG 2 Stadtentwicklung" der Stadtplaner und frühere Planungsdezernent Ingo Kautz. Beide sind kommunalpolitisch in diversen Gremien aktiv. Mitwirkende in den Arbeitsgruppen sind auch der ehemalige Planungsdezernent Friedrich Busmann in seiner Eigenschaft als städtischer IBA-Beauftragter, der Architekt Uwe Graul, der Direktor der Franckeschen Stiftungen Thomas Müller-Bahlke, die Anwältin Martina Wildgrube und der Burg-Kanzler Wolfgang Stockert.

Mit städtischen Gremien wollen beide Arbeitsgruppen umgehend in einen intensiven Sachdialog zu sinnvollen und vor allem auch verkehrsgerechten Alternativen zur Hochstraße zwischen Altstadt und Neustadt eintreten. Kommunale Ansprechpartner sollen sowohl Ausschüsse des Stadtrats wie auch die städtischen Beigeordneten und Fachbereiche sein. Als wichtige Vorhaben definiert die BI dabei eine Analyse des gesamten Verkehrsgeschehens im Großraum Halle und in der Stadt selbst, Möglichkeiten zur Vermeidung des störenden Durchgangsverkehrs durch Halle, eine vergleichende Kosten-Nutzen-Analyse zwischen langfristiger Instandhaltung der Hochstraße und Bau zum Beispiel eines Tunnels oder einer dritten Saale-Brücke sowie die Einmischung in die Diskussion zum Thema "Rückgrat Hochstraße zwischen Altstadt und Neustadt" im Rahmen der IBA-Projekte für 2010.

Auch mit überörtlichen Institutionen wollen die BI-Arbeitsgruppen darüber diskutieren, ob die Situation in Halle als "verkehrstopographisch einmalig in Deutschland" (BI-Vorsitzender Jens Holger Göttner) zu bewerten ist und entsprechendes planerisches Alternativ-Handeln erfordert. Als politische Ansprechpartner werden nicht nur Land und Bund, sondern auch die EU genannt. Fachliche Kontakte sollen auch zu verkehrswissenschaftlichen Instituten an Hochschulen im In- und Ausland geknüpft werden. "Wir wollen Sachverstand zum Gesamtwohl von Halle aktivieren", so Göttner.

zurück zu Presse-Mitteilungen: