Pressemitteilung 25.9.08

Bürgerinitiative Hochstraße strafft Organisationsstruktur
1. Vorsitzender Göttner: "Effizienz steigern"

Halle, 25.9.08. Die 2007 gegründete Bürgerinitiative "BI Hochstraße Halle an der Saale e.V." strafft ihre Organisationsstruktur. Das beschlossen die Vereinsmitglieder auf ihrer diesjährigen Jahresmitgliederversammlung. Dr. Jens Holger Göttner, 1. Vorsitzender der BI, begründet die Maßnahmen mit einer notwendigen "Steigerung der Effizienz".

Neu in den Vorstand berufen wurde die Rechtsanwältin Martina Wildgrube. Sie übernimmt die Funktion einer 2. Stellvertretenden Vorsitzenden und tritt damit an die Stelle des bisherigen Amtsinhabers Wolfgang Stockert, der aus dem Vorstand ausgeschieden ist. Wildgrube wird sich vorrangig steuerlichen und rechtlichen Fragen widmen. Hans-Georg Ungefug, bislang als Vorstandsmitglied Schriftführer des Vereins, übernimmt zusätzlich die Funktion des Schatzmeisters, die zuvor der ebenfalls aus dem Vorstand ausgeschiedene Ludwig Schlereth inne hatte. Damit verringert sich die Zahl der Vorstandsmitglieder von fünf auf vier.

 Veränderungen gibt es auch bei den bislang getrennt agierenden beiden Arbeitsgruppen Stadtentwicklung und Verkehrsentwicklung. Diese werden jetzt zu einer neuen AG Stadt- und Verkehrsentwicklung zusammengeschlossen. Sprecher der neuen AG ist der Planungsexperte Ingo Kautz, sein Stellvertreter der Architekt Dieter Lehmann. Kautz und Lehmann zur Begründung: "Synergieeffekte nutzen, Doppelaktivitäten vermeiden".

 Die BI-Mitglieder sprachen sich bei der Versammlung auch dafür aus, Stadtverwaltung und Stadtrat dringend aufzufordern, das seit Jahren nicht aktualisierte Verkehrspolitische Leitbild von Halle endlich den neuen verkehrlichen Bedingungen in der Stadt anzupassen. Dabei müsse auch über mögliche Alternativen zur Hochstraße nachgedacht werden. Vorsitzender Göttner: "Spätestens in 30 Jahren endet die natürliche Lebensdauer dieses Betonbauwerks und es muss dann ohnehin durch einen aufwändigen und teuren Neubau oder aber durch andere alternative Verkehrswege ersetzt werden." Wenn solche Alternativen im Leitbild nicht als mögliche Optionen eingeplant werden, stehe die Stadt Halle zwangsläufig vor einer stadt- und verkehrsplanerischen Fehlentwicklung, die dann kaum noch zu korrigieren ist, so der BI-Vorsitzende.

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